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Montag, 10. Januar 2022

Spielwarenmesse eG übernimmt die Internationalen Spieltage

Heute erreichte mich die folgende Mail:

Die Spielwarenmesse eG hat zum 1. Januar 2022 die Veranstaltung Internationale Spieltage SPIEL in Essen übernommen. Damit tritt der Nürnberger Messe- und Marketingdienstleister als neuer Eigentümer der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele auf. Die SPIEL wird auch zukünftig auf dem Essener Messegelände stattfinden und von der langjährigen Geschäftsführerin Dominique Metzler mit ihrem erfahrenen Team von Bonn aus organisiert. Als zusätzlicher Geschäftsführer fungiert Florian Hess, Vorstand der Spielwarenmesse eG.

Die SPIEL kann auf eine fast 40-jährige Geschichte zurückblicken: Seit 1983 hat sich die Veranstaltung von einem kleinen Treffen für Spieler zur heute weltgrößten Endverbrauchermesse für Brett-, Karten- und Rollenspiele entwickelt. Traditionell im Herbst werden in den Essener Messehallen die nationalen und internationalen Spiele-Neuheiten einem breiten Publikum vorgestellt. Jährlich besuchen rund 200.000 Menschen die Veranstaltung – mit steigender Tendenz.

„Mir war wichtig, dass das einzigartige Profil der SPIEL auch zukünftig erhalten bleibt“, sagt Dominique Metzler, die ihr Familienunternehmen gemeinsam mit Rosemarie Geu in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich ausgebaut und etabliert hat. „Mit der Spielwarenmesse eG und ihrer Erfahrung mit Weltleitmessen bin ich sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der diese erfolgreiche Messe auch die nächsten Jahrzehnte in meinem Sinne fortführen und weiterentwickeln wird. Mein Team und ich freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Die Pandemie hat die Beliebtheit von Gesellschaftsspielen nochmals beschleunigt. 2020 wuchs allein der deutsche Spielemarkt um 21 Prozent. Der Trend ist auch auf der Spielwarenmesse im B2B-Segment sichtbar. Die Internationale Spieleerfindermesse wird in die Spielwarenmesse integriert und der Spielebereich weiter gestärkt. Einen ebenso behutsamen Umgang versprechen die Nürnberger mit den Internationalen Spieltagen SPIEL, jedoch als eigenständige Messe, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt.

Als Genossenschaft agiert die Spielwarenmesse eG bereits „aus der Branche für die Branche“. Zahlreiche Spieleverlage zählen zu den Mitgliedsunternehmen. Vorstandssprecher Christian Ulrich betont: „Wir haben mit der Spielwarenmesse und den Internationalen Spieltagen zwei völlig verschiedene Konzepte, die sich jedoch thematisch stark überschneiden und dadurch auch Synergien schaffen. Mit der SPIEL erweitern wir unsere Verantwortlichkeiten im Spielebereich, ohne den für die Messe typischen Charakter zu verändern.“ Der Fortbestand ist gesichert – somit können die Besucher in Essen auch künftig nach Herzenslust testen und spielen.

Dass die Marke SPIEL abgegeben wird, verwundert zwar im ersten Moment. Der Grund dafür ist jedoch mit Sicherheit auch in zwei belastenden Pandemie-Jahren zu suchen, vor allem auch in finanzieller Hinsicht. 

Da wurde eine SPIEL.digital im Jahr 2020 mit offensichtlich viel Aufwand aus dem Boden gestampft, bevor man mit (aus Pandemiegründen) stark reduzierter Besucherzahl 2021 wieder in die angestammten Essener Messehallen zurückkehrte. Beide Jahre dürften der Kapitaldecke eines letztendlich doch kleinen Veranstalters sicher nicht gutgetan haben.

Trotzdem bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der "Verkauf" der SPIEL auf die Veranstaltung selbst und auch auf ihre Reputation hat.

So mancher mag sich mit Grausen daran erinnern, wie die sogenannte CCXP Cologne (die Comic Con Experience Cologne) im Jahr 2018 die Role Play Convention schluckte. Es gab hehre Versprechungen, dass sich nichts ändern würde, dass alles sogar viel besser werden würde. Binnen kürzester Zeit hatten die Veranstalter es sich allerdings mit Fans und Ausstellern der alten Veranstaltung so gründlich verscherzt, dass die bislang einzige Veranstaltung unter dem Banner Comic Con Experience Cologne im Sommer 2019 über weite Strecken zu einem Desaster unter freiwilligem Ausschluss der Öffentlichkeit wurde.

Natürlich verspricht man auch dieses Mal wieder alles, doch die Tatsache, dass man mit dem Veranstalter der Spielwarenmesse Nürnberg einen erfahrenen und mit der Szene in Deutschland vertrauten Käufer gefunden hat, verspricht doch, dass diese Übernahme nicht zu einer weiteren Veranstaltungskatastrophe führt.

Auch hat sich das Team von Dominique Metzler mit den Jahren ein gewisses Maß an Vertrauen verdient, auch wenn man ihnen anscheinend einen neuen Chef vor die Nase gesetzt hat. Trotzdem denke ich, dass man den bisherigen Kurs der Messe beibehalten wird, mit einer sehr internationalen und auch kleineren Firmen gegenüber aufgeschlossenen Aufstellung der Veranstaltung.

Wenn ich einer Hoffnung Ausdruck verleihen darf, dann am ehesten, dass genau dieser Aspekt der kleinen Verleger und vielleicht sogar der unabhängigen Spielentwickler mit ihren selbstgebastelten Spielen vielleicht noch ein wenig stärker in den Fokus rückt.

Denn es kommen zwar viele "normale" Leute sicherlich vor allem deshalb auf die SPIEL, um sich an den Ständen von Verlagen wie Pegasus, Kosmos oder Asmodee mit neuem Material einzudecken, doch die "Fachbesucher" (seien sie nun von der Presse, mit eigenen Blogs oder Videoangeboten, oder auch einfach Spielebegeisterte jedweder Art) kommen besonders gerne nach Essen, um hier die Sachen zu ergattern, die man ebene nur hier und nicht einen Monat später in jedem Spielwarenladen findet.

Wir werden sehen, wie sich die erste SPIEL unter den neuen Eigentümern darstellt, doch ich habe momentan noch nicht das Gefühl, dass wir uns allzu viele Sorgen um "unsere" Messe machen müssen.

Und bitte, liebe Veranstalter, ob alt oder neu, straft mich nicht Lügen...

Sonntag, 2. Januar 2022

2021 - Das war's!

Inzwischen ist es eine Tradition, dass ich nach einem erfolgreich überstandenen (oder überlebten?) Jahr meinen persönlichen Rückblick darauf poste.
Anfang 2021 habe ich das in diesem Beitrag getan, und zu Beginn des Jahres 2020 habe ich meine Gedanken an dieser Stelle zusammengefasst.
Und da in der letzten Zeit auf diesem Blog erschreckend wenig reine Textbeiträge erschienen sind und die meisten vor allem der Veröffentlichung von Podcast-Folgen dienten, denke ich, es ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, die letzten Monate Revue passieren zu lassen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Vermutlich werde in zwölf Monaten wieder hysterisch kichern, wenn ich sehe, was ich da geschrieben habe, aber wie sagt man doch so schön? 
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
 

Ich könnte dir Sachen erzählen ...

2021 war für mich nicht nur ein Jahr, das von der allgegenwärtigen Pandemie geprägt war, sondern vor allem auch von meinen eigenen gesundheitlichen Problemen.
Das erste halbe Jahr verbrachte ich vor allem in einer Klinik, eine wertvolle Zeit, die mich wieder befähigt hat, ein halbwegs normales Leben zu führen.
Die Behandlung erwies sich als Zeit- und Ressourcenfresser - ich wusste bis dato nicht, dass man so müde sein konnte, ohne wirklich etwas zu tun.
Trotzdem habe ich mich nebenbei mit verschiedenen Projekten beschäftigt, wenn auch viele eigentlich geplante Dinge einen leisen Tod der Vernachlässigung starben, wie zum Beispiel die Rollenspiel-Challenge.
Doch einige Sachen habe ich auch geschafft:
  • Es ist mir gelungen, den Kampagnenband Auf der Spur des Grauens für das Rollenspiel Private Eye der Redaktion Phantastik fertigzustellen und auf der SPIEL '21 in Essen vorzustellen.
  • Das Plüschi-Rollenspiel Bäronomicon wurde zwar weiter durchdacht, litt aber vor allem daran, dass ich keine Möglichkeit fand, einen auf Karten basierenden Regelmechanismus ohne die Möglichkeit einer Tischrunde auszutesten. Inzwischen bin ich hier jedoch einige entscheidende Schritte weiter, dazu demnächst mehr.
  • Das Kartenspiel Klunker-Chaos verblieb außer einigen kleineren Testrunden weiterhin in seinem tiefen, inzwischen mehrjährigen Winterschlaf.
  • Andere Projekte wie zum Beispiel die schon im letzten Jahr angedachten Abenteuer für Mythras und FHTAGN kamen nicht einmal aus den Schubladen hervor, in denen sie Staub ansetzten.
 
Was hingegen recht gut lief, waren meine Aktivitäten als Podcaster. 

Kommen wir zum Thema Conventions.
Online-Veranstaltungen gingen dieses Jahr leider aus verschiedenen Gründen an mir vorbei, doch ich bin sicher, das wird sich nächstes Jahr wieder ändern.
Vor-Ort-Treffen gab es zumindest eine Handvoll:
  • Ich konnte im August am lockRUF 2021 der Deutschen Lovecraft-Gesellschaft teilnehmen.
    Vier Tage Cthulhu und verwandte Themen mit viel Gequatsche drumherum, was für ein Genuss!
  • Die kurz darauf stattfindende NiederrheinCon habe ich dann leider verpasst, weil ich aufgrund einer Fehlplanung zu diesem Zeitpunkt auf Rügen in Urlaub war (von wo ich jedoch mit vielen Ideen für neue Projekte zurückkehrte).
  • Das Highlight des Jahres war unzweifelhaft die SPIEL '21 im Oktober, die der Pandemie zum spielerischen Trotz unter Hygienekonzept-Bedingungen stattfand und dennoch wieder viel von dem alten Gefühl zurückbrachte, das man sich im Stillen erhofft hatte, wenn auch mit FFP2-Maske.
  • Die im Dezember stattfindende Fin-de-Siècle-Convention um Spielerlebnisse aus der Zeit von 1880 bis 1910 musste ich dann leider aus persönlichen Gründen ausfallen lassen, obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte.
Der positivste Aspekt all dieser Veranstaltungen war jedoch, dass keine von ihnen zu einem Super-Spreader-Event wurde. Alle Hygienekonzepte hatten funktioniert.

Da aber eben vieles liegengeblieben ist, gilt auch für das kommende Jahr...

 

Es gibt viel zu tun.

  • Der Podcast Gedankenspiele - Räuberpistolen, Seemannsgarn und wahre Geschichte(n) geht in das zweite Jahr, mit neuen Ideen, neuen Verrücktheiten und neuen seltsamen Geschichten.
  • Auch die Sandkastenspiele sollen diesmal wieder mehr als nur ein paar Folgen hervorbringen.
  • Das Bäronomicon steht kurz davor, endlich zu einem ersten öffentlichen Beta-Test in die plüschige Spielelandschaft ausgewildert zu werden.
  • Mein neues Projekt Seiner Majestät Ætherschiff (ein wilhelminisches Science-Fantasy-Rollenspiel-Setting auf der Basis von Fate Core) soll möglichst bald die Sonnensegel zu einem ersten Testspiel setzen.
  • Ein Projekt für Seelenfänger von der Redaktion Phantastik steht in den Startlöchern.
  • Was wird aus Mythras und FHTAGN? Ich hoffe, mehr als nur ein paar Ideen, die ich in meinem Kopf wälze.
  • Auch einige Kartenspiel-Projekte wie Klunker-Chaos und das kürzlich wiederentdeckte Kampf der Elemente sollen endlich in einen weitreichenderen Spieltest gelangen.
  • Hoffentlich sind wieder einige Präsenzveranstaltungen möglich, und wenn nicht, dann werde ich bestimmt einige Online-Veranstaltungen besuchen.
  • Und nicht zuletzt sollen auch auf diesem Blog mal wieder ein paar lesenswerte Texte erscheinen.

 

Ich habe beschlossen, jetzt wird alles besser!

Wenn ich eins in diesem Jahr gelernt habe, dann ist es, dass man sich nicht den bösen Gedanken hingeben darf, die in schlimmen Momenten auf einen lauern.
Und somit - nur wenige Tage nach einer dritten Impfung, die man vor einem Jahr noch für unnötig oder unmöglich gehalten hat - blicke ich mit ein wenig Hoffnung in die Zukunft, nach einem Jahr, das mit persönlichen und allgemeingültigen Katastrophen wahrlich nicht gegeizt hat.
Medizinische Masken und Corona-Tests sind zu einem normalen Teil unseres Alltags geworden, und für die meisten - von einigen angeblichen Freiheits- und politischen Grabenkämpfern abgesehen - bedeutet dies auch eine Möglichkeit, wieder mit einer relativen Normalität durchs Leben zu gehen. Zum Beispiel auch Menschen zu sehen, die einem fehlen und mit denen man ausgehen, spielen oder einfach nur quatschen möchte.
Ist das gut so? Nein, aber es ist erträglich.
 
Die Welt verändert sich, während wir zusehen und manche mehr, manche weniger dafür tun, sie zum Besseren zu verändern.
Dies ist keine Anklage, kein Versuch, dir ein schlechtes Gewissen einzureden, denn manchmal ist es einfach nicht mehr möglich, noch mehr zu machen und noch mehr zu bedenken, egal, was manche Leute dir schriftlich oder verbal entgegenschleudern.
Versuch einfach, so gut wie möglich durch das Leben zu gehen, für dich und für andere.

Warum schreibe ich das alles?

Natürlich vor allem deshalb, um meine Gedanken zu sortieren, wie in jedem Jahr.
Ich schreibe Dinge nieder, die mich beschäftigen, und ich erinnere mich dadurch wieder an Dinge, die ich mir erneut vor Augen führen sollte.
Das Ende eines Jahres ist ein Zeitpunkt, der letztendlich genauso gut ist wie jeder andere, um dies zu tun, aber die verschiedenen Rückblicke im Fernsehen, auf Webseiten und im eigenen Umfeld bringen doch wieder viele Erinnerungen in den Vordergrund, die man verdrängt oder wirklich einfach vergessen hatte.
 
Vielleicht blickt der eine oder die andere jetzt auch zurück und führt sich vor Augen, was ihm oder ihr so zugestoßen ist.
Und vielleicht hast du eigentlich doch mehr erreicht, als es dir auf den ersten Blick erscheinen mag.
Dann halt dich daran fest, schöpfe daraus die Hoffnung auf ein besseres 2022.
Trotz aller Angst, trotz der schlechten Nachrichten.
Lass uns niemals aufgeben ...

Bild der Corona-Erde von Alexandra Koch auf Pixabay

Freitag, 10. Dezember 2021

Sandfox wichtelt - Folter im Rollenspiel

Immer im Dezember eines Jahres findet das Podwichteln statt, bei dem verschiedene Podcasts in zwei Runden von anderen Podcastern Themen vorgeschlagen bekommen, die sie dann aufnehmen sollen.

Ich kann mit den Sandkastenspielen dieses Jahr erstmals teilnehmen, doch leider steht der fröhliche Wettbewerb unter keinem guten Stern, denn der langjährige Mit-Organisator Ingo Schulze, in der Szene bekannt als Greifenklaue, verstarb am 26. November 2021 völlig überraschend im Alter von 44 Jahren.

Von daher widme ich meine beiden Podcasts beim Podwichteln seinem Gedenken.

Mein Themenwunsch in der ersten Runde des Podwichtelns kommt vom Schattenläufer-Podcast, einem Shadowrun-Podcast von Lord of the Dices, und über das Thema war ich zunächst doch etwas konsterniert, denn Folter im Rollenspiel ist für mich eigentlich ein absolutes No-Go.

Trotzdem habe ich versucht, dem Wunsch des Lord of the Dices zu entsprechen und darüber zu sprechen. Ob mir das gelungen ist, und ob du meinen Ausführungen folgen kannst, entscheide am besten selbst.



Wenn du Kontakt mit mir aufnehmen möchtest, findest du mich im Web:
Die Musik aus der Widmung ist der Track Obscura aus dem Album Once upon a Nightmare, die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Duality aus dem Album Archives Vol. 3 - The Joke.
Beide stammen von Nicola Jeudy - Dark Fantasy Studio und sind lizensiert unter der Premium License des Humble Big Royalty-Free Music Bundle.

Donnerstag, 23. September 2021

Diese verdammte Wirklichkeit...

Es war lange ruhig hier.
Viel zu lange.
Aber dafür gibt es gute Gründe, angefangen von meinem persönlichen und gesundheitlichen Zustand bis hin zu vielen anderen Projekten, und all das hat mich über lange Zeit davon abgehalten, mich um meinen Blog zu kümmern.
 

"Ist der Blog denn tot?"

Oh, das bestimmt nicht.
Es gab auch in den letzten Monaten mehr als genug Versuche, ihn wiederzubeleben... viele Ideen, die dann doch nicht umgesetzt wurden, viele begonnene Posts, die noch immer darauf warten, fertiggestellt zu werden.
Letztendlich gab es immer wieder Gründe, warum es dann doch nicht dazu gekommen ist. Gute Gründe bisweilen, miese Ausreden in anderen Momenten.
Wahrscheinlich glaubte irgendwann niemand außer mir noch daran, dass mein Blog wieder zurückkehrt. 
 

"Und der Podcast?"

Da gab es ja wenigstens mal eine Folge zwischendurch, sowie ein kleines Update am letzten Sonntag, doch eigentlich hätten es mehr Episoden werden sollen.
Ganz allein einen Podcast aufzunehmen, zu schneiden und zu mischen ist aber noch deutlich aufwändiger, als einen Artikel auf dem Blog zu verfassen.
Trotzdem möchte ich euch versichern, dass ich vorhabe, auch diese Seite meines Schaffens wieder aufleben zu lassen.
Aber immerhin hat es der neue Podcast Gedankenspiele, den ich mit Michael Jaegers und Jens von Ausgespielt aufnehme, inzwischen auch auf sieben Folgen gebracht, und ein Ende ist hier noch nicht abzusehen, weil wir immer noch auf genügend verrückte Geschichten stoßen.
 

"Aber was hast du denn gemacht?"

Oh, da gäbe es wiederum viel zu erzählen.
Zum einen war ich lange Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, mich um meine Projekte und die vielen Ideen zu kümmern, die trotzdem durch meinen Kopf kreisten.
Ansonsten war es keineswegs so, dass ich nur auf der faulen Haut gelegen habe. Ich habe im Hintergrund an verschiedenen Projekten gearbeitet und mir auch neue Aufgaben gesucht, die in den nächsten Monaten und Jahren das Licht der Welt erblicken werden.
Das Erscheinen des ersten Kampagnenbands Auf der Spur des Grauens für das Detektiv-Rollenspiel Private Eye aus dem Hause Redaktion Phantastik steht kurz bevor, nachdem ich zusammen mit dem Verlag doch deutlich länger als erwartet daran arbeiten musste, um ihn so gut wie möglich zu machen.
Aber es gab noch viele andere Dinge, die mir durch den Kopf gingen. Ideen, die den Weg auf ein Stück Papier suchten, Einfälle, die auf Spielbretter und -karten verewigt werden wollten, Gedanken, über die gelabert werden müsste.

"Du machst also weiter? Versprochen?"

Was soll ich dazu sagen?
Ich hatte nie vor, so lange Pausen einzulegen, aber da gab es immer diese Wirklichkeit, diese verdammte Wirklichkeit... und die wirft mir in schöner Regelmäßigkeit störende Baumstämme zwischen die Beine.
Wenn sie damit aufhört, wenn ich irgendwann tun kann, was ich möchte, wenn ich es schaffe, meine Verpflichtungen und Bedürfnisse, meine Wünsche und das Unabwendbare des Lebens in ein Gleichgewicht zu bringen ... dann geht es hier richtig weiter.
Hoffentlich ist das bald der Fall.
Aber solange verspreche ich nur so viel: ich werde mein Bestes geben.

Samstag, 1. Mai 2021

Sandfox labert... über Rants und Ruhe

Ich musste aus gesundheitlichen Gründen (mal wieder) eine Pause einlegen, aber heute, am Tag der Arbeit, habe ich mir gedacht, dass ich ja auch mal wiederein bisschen was tun könnte.

Und somit kehrt Sandfox labert heute wieder zurück, mit einem Thema, das mich in der letzten Zeit sehr belastet, nämlich der Wut und der Negativität, die ich immer wieder und immer stärker wahrnehme.

Es ist also der zweite Laber-Podcast in Folge, in dem ich mich in eine politische oder gesellschaftliche Debatte einmische, und das sollte denen, die meine Arbeit bislang verfolgt haben, genug darüber sagen, wie viel es mir bedeutet.

Aber versprochen, der nächste Podcast wird sich wieder eines "harmlosen" Themas annehmen, denn eigentlich möchte ich solche Diskussionen berufeneren Personen überlassen.

Zunächst aber ein paar Gedanken über Rants und Ruhe:



Wenn du mit mit über diesen Podcast sprechen möchtest, findest du mich im Web unter:

Die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Positive and Inspiring Corporate von Andrey Sitkov, lizensiert unter den Humble Big Music Bundle for Games, Films, and Content Creators - License Terms.

Freitag, 5. Februar 2021

2020 - Das war's!

Vielleicht erinnert ihr euch noch daran: vor etwa zwölf Monaten, als dieses vermaledeite Jahr 2020 seinen Anfang nahm, habe ich mich hingesetzt und meine Gedanken zur neuen Dekade aufgeschrieben (falls nicht, könnt ihr es hier noch einmal nachlesen).
Und jetzt, gefühlt entweder ein paar Momente oder eine Ewigkeit später, je nach meiner aktuellen Tagesform, kehre ich zurück zu den Überschriften, die ich damals benutzt habe und bewerte sie nochmal neu.
Also, auf in eine persönliche Nachbetrachtung des ersten Jahrs der Pandemie...

 

Ich könnte euch Sachen erzählen ...

Das Jahr 2020 war geprägt von einer scheinbar unendlichen Reihe von (Fast-)Katastrophen. 
Geplante Projekte gingen größtenteils den Bach runter oder verzögerten sich scheinbar bis in die Unendlichkeit, gestört oder sogar zerstört durch eine wilde Mischung aus Pandemie-Chaos, persönlichen Problemen in meinem Umfeld und versagender Gesundheit meinerseits.
Einiges ist noch nicht ausgestanden und lauert noch mit gehässigem Grinsen am Rande des Sichtfeldes oder sogar hinter dem Horizont, aber warten wir einfach mal ab, was nun passiert...
Wer sich aber fragt, warum von Dingen wie dem Plüschi-Rollenspiel Bäronomicon, meinem neuen Kartenspiel Klunker-Chaos oder den bisweilen vollmundig angekündigten Abenteuern für Private Eye, Mythras und FHTAGN in letzter Zeit kaum noch die Rede war, der weiß jetzt, es lag vor allem an mir, nicht an meinen Geschäfts- oder Schreibpartnern.

Eine Zwangspause legten auch meine Podcast-Aktivitäten ein, da ich mit Lizenzproblemen bei der Musik für meine eigene Reihe Sandkastenspiele zu kämpfen hatte, die ich irgendwann jedoch mit neuen Klängen lösen konnte.
Genauso chaotisch, wenn auch aus Überlastungsgründen des ganzen Teams, war die Situation bei meinem Mutter-Podcast Pen & Podcast, wo seit Februar keine Folge erscheinen konnte.

Doch auch da draußen sah es nicht gut aus.
Die meisten Conventions fanden nicht statt, wobei ich mit dem WELTENwerker-Konvent im März und der NiederrheinCon im August die beiden größten Veranstaltungen noch mitnehmen konnte.
Von den aus dem Boden schießenden Online-Conventions bleiben mir vor allem die FeenCon und die Dreieichcon World 2020 in Erinnerung, an denen ich jeweils auch mit einigen Programmpunkten beteiligt war.
Nur die spiel.digital mit ihrem gut gemeinten Online-Angebot ging irgendwie völlig an mir vorbei; hier hoffe ich auf eine wie auch immer geartete Präsenz-Veranstaltung im Oktober, die wieder ein bisschen des Flairs verströmt, das diese wundervolle Veranstaltung immer ausgezeichnet hat.
 
Nicht zuletzt habe ich im vergangenen Jahr aber bei der Redaktion Phantastik eine neue Verlags-Heimat gefunden.
Dort betreue ich nicht nur die verschiedenen Facebook-Seiten und arbeite im Hintergrund an verschiedenen Fronten mit, sondern habe auch den Discord-Server des Verlags mit aus der Taufe gehoben.

Wie sagt man so schön? Es war nicht alles schlecht...
 
Und wie schon im letzten Jahr komme ich zu dem Schluss: 
 
 

Es gibt viel zu tun.

Auf einer ganz persönlichen Ebene werde ich mich in der nächsten Zeit ein wenig zurückziehen, um die bereits erwähnte versagende Gesundheit wieder in den Griff zu bekommen.
Wen es etwas angeht, der weiß, wovon ich spreche, und alle anderen mögen mir verzeihen, aber es gibt auch Dinge, die behalte ich lieber für mich.

Wenn ich das Jahr als Ganzes betrachte, so gibt es sicher einiges, was mich beschäftigen wird.
Zum Beispiel mein neues Podcast-Projekt Gedankenspiele - Räuberpistolen, Seemannsgarn und wahre Geschichten mit Michael von jaegers.net und Jens von Ausgespielt, bei dem wir uns irgendwelche realen Ereignisse oder auch Verschwörungstheorien vornehmen und sie zu wilden, ungezügelten Abenteuer- und Setting-Ideen umbauen.
Aktuell liege ich außerdem in den letzten Zügen des ersten Kampagnenbandes für Private Eye, Auf der Spur des Grauens.
 
Letztendlich ist mir klar, dass mir noch vieles einfallen wird, womit ich mich im Laufe des Jahres beschäftige. Ich sinniere ständig über weitere Projekte nach, die einfach nicht aus meinem Kopf verschwinden wollen. Und wir wissen ja noch vom letzten Jahr...


Ich habe beschlossen, jetzt wird alles besser!

Das Ziel für 2021 ist also das gleiche wie für 2020.
Obwohl das neue Jahr sicherlich noch genauso wie das vergangene von einem kleinen Virus und seinen großen Folgen bestimmt sein wird, so gibt es doch ein schwach glimmendes Licht in der Finsternis.
Ja, ich hege die Hoffnung, dass ich den Leuten, die mir fehlen (ihr wisst schon, wer ihr seid) irgendwann einfach wieder begegnen kann, ohne dass wir uns um Dinge wie "Social Distancing", FFP2-Masken und Covid-Leugner oder Impfgegner kümmern müssen.

Doch auch in der Zeit bis dahin möchte ich mich schon mit Projekten und Personen beschäftigen, die mir wirklich wichtig sind. Wenn ich euch also anspreche, mich mit euch treffen will oder auch eine gemeinsame Aufgabe mit euch angehe, dann gehört ihr dazu... dann seid ihr wichtig (auch wenn euch das vielleicht nichts bringt oder euch möglicherweise egal ist).
 
Und da ist noch mehr...
 
Ich habe bemerkt, dass ich gerne an Diskussionsrunden teilnehme und Vorträge vor (virtuellem) Publikum halte. Warum sollte ich das nicht weiter ausbauen? 
Also, liebe Convention-Organisationen, wer möchte gerne einen alternden Dampfplauderer auf ihrer Veranstaltung haben?
 
Vielleicht mache ich sogar mal ein eigenes Let's Play
Immerhin, Online-Runden, vor zwei Jahren quasi noch unbekannt und vor einem Jahr die große Ausnahme, haben sich jetzt schon zu einem normalen, wenn auch aus Zeitgründen noch seltenen Teil meines spielerischen Lebens entwickelt.
Vielleicht finde ich ja sogar eine Möglichkeit, das schwierig darzustellende Bäronomicon mit seinem auf Karten basierenden Regelwerk online anzubieten? Hat jemand eine Idee?
 
Ich bin sicher, es wird viele spannende Dinge geben, auf die ich mich jetzt schon freuen kann und auf die ich später gerne zurückblicke.
 
 

Warum schreibe ich das alles?

Wie schon im letzten Jahr hilft mir ein Text wie dieser, meine Gedanken zu ordnen, mir über Dinge klar zu werden, Ursachen und Wirkungen zu erkennen.
Und natürlich schreibe ich gerne über mich und über die Dinge, die mich beschäftigen. Man möge mir verzeihen...
 
Aber vielleicht - so hoffe ich zumindest - gefällt euch auch dieser kleine Einblick in die Seele eines Menschen, den ihr eventuell gut kennt oder auch kaum kennt, und regt euch dazu an, über euch selbst nachzudenken, euer eigenes Leben Revue passieren zu lassen.
 
Was habt ihr im vergangenen Jahr erreicht?
War es wirklich so schlimm, wie ihr im ersten Moment annehmen mögt, oder gab es vielleicht auch Lichtblicke, an dir ihr euch gern erinnert?
Macht vielleicht eine kleine Liste, um euch an das Gute zu erinnern, so wie diese hier, die mein Jahr 2020 widerspiegelt:
Daran sollten wir uns erinnern, nicht an all das Schlechte, das es mit Sicherheit auch gab. 
Denken wir gemeinsam an all die schönen Momente, die wir der Pandemie und dem Lockdown abgerungen haben.
Egal, was euch sonst passiert ist, egal, wie gut oder schlecht es euch gerade geht, es hilft nicht, sich nur in den schwarzen Gefilden der eigenen düsten Gedankenverliese zu verlaufen und nur an die schlimmen Dinge zu denken.
 
Wie ich im vergangenen Jahr schon gesagt habe:
Ja, es funktioniert nicht alles gut, aber trotzdem, oder gerade deswegen, die Zeit für positive Gedanken ist gekommen, für den ersten Schritt aus der Finsternis ins Licht.

Und bevor ihr fragt:
Nein, ich bin noch immer nicht bereit, mir die Hoffnung nehmen zu lassen.

Freitag, 30. Oktober 2020

RPG-Blog-O-Quest #061 – Zwischenbilanz Coronakrise (Oktober 2020)

Vor 16 Monaten, im Juni 2019, habe ich das letzte Mal bei der RPG-Blog-O-Quest mitgemacht, aber das aktuelle Thema erschien mir als der richtige Moment, mich zurück in diese Reihe zu wagen.
In meinem Artikel Ein persönlicher Kommentar zur Endzeit hatte ich mich schon einmal mit Corona und seinen Folgen beschäftigt.
Damals schrieb ich noch etwas über einzigartige Wochen, die uns bevorstünden, doch jetzt, mehr als 7 Monate später, hat die Pandemie nicht nur kein Ende gefunden, sondern auch neue Höhen erreicht, so dass noch nicht einmal grob abzusehen ist, wann dies der Fall sein könnte.
Und so möchte ich mich im Rahmen der aktuellen RPG-Blog-O-Quest doch noch einmal mit Corona beschäftigen, vor allem aus rollenspielerischer Sicht, wenn auch bestimmt der eine oder andere Gedanke über diesen Bereich hinausgehen wird.
In diesem Sinne, im Oktober 2020 steht die Quest unter dem Motto Zwischenbilanz Coronakrise und wird ausgerichtet von Ackerknecht,
Wie immer geht es darum, zu einigen vorgegebenen rollenspielerischen Fragen unter dem vorgegebenen Thema Stellung zu beziehen.

Die Fragen:

Frage 1:
In der Summe bisher, war der Einfluss von Corona in Bezug auf Euer Hobby Rollenspiel negativ, irrelevant oder sogar positiv?

Negativ fällt für mich der Ausfall persönlicher Kontakte ins Gewicht. Während man sich vor der Pandemie einfach mal mit Freunden auf einen geselligen Abend treffen konnte, ist dies momentan in den meisten Fällen nur online möglich.
Der heftigste Einschlag war jedoch der faktische Ausfall der meisten Conventions und vor allem der Internationalen Spieltage. Das Vorbeischlendern an den Ständen, das Entdecken ganz neuer Verleger und Läden, der plötzliche Impulskauf, weil einem etwas ins Auge fällt, all dies konnte nicht stattfinden.
Conventions und Messen stellen die Dreh- und Angelpunkte der Szene dar, und das bedeutet nicht nur, dass man viele Leute inzwischen seit Monaten nicht gesehen hat, sondern auch, dass die üblichen Gespräche vor Ort, aus denen immer wieder Ideen für neue Projekte entstanden sind, nicht mehr stattfinden konnten.
 
Das kann auch durch einen der wenigen positiven Aspekte der zwangsweisen Isolation nicht aufgefangen werden, dass sich nämlich das Geschehen in der Szene mehr und mehr in die Online-Welt verschoben hat. Kaum noch jemand, der nicht plötzlich einen Discord-Server aufbaut, viele neue Podcasts und Vlogs erscheinen auf der Bildfläche, immer mehr Online-Runden finden sich zusammen, um den bestehenden Mangel auszugleichen, es werden sogar ganze Conventions aus dem digitalen Boden gestampft und finden sogar die Akzeptanz der Fans.
Hier entsteht eine neue Welt, in der wir uns sicherlich auch in den nächsten Jahren bewegen werden.
 

Frage 2:
Was war denn die gravierendste Auswirkung der Situation aufs Hobby?

Wie bereits gesagt, der Ausfall fast aller Conventions und Messen. 
Ich war sowohl auf dem WELTENWerker - Konvent Anfang März in Gießen als auch auf der NiederrheinCon im August in Wesel, und damit habe ich alle größeren Spielertreffen besucht, die in diesem Jahr stattgefunden haben.
Zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, liegt der Termin der Internationalen Spieltage eine Woche hinter mir. Normalerweise ist dies natürlich die beste, die geilste, die einfach wichtigste Veranstaltung des Jahres.
Und was war dieses Jahr? Nichts war. Mehr oder weniger...
Es gab zwar die SPIEL.digital, einen löblichen Versuch der Veranstalter, wenigstens ein wenig des üblichen Messegefühls zu erzeugen, doch zumindest mich hat diese Veranstaltung nicht erreicht. 
 
Können Online-Veranstaltungen wirklich ein adäquater Ersatz für reale Veranstaltungen sein?
Ich denke, sie können das nicht.
Sie sind eine angenehme und auch zielführende Veranstaltung, und ich denke und hoffe sogar, sie bleiben uns in Zukunft erhalten. 
Trotzdem können sie letztendlich nicht die persönlichen Treffen mit Gleichgesinnten ersetzen, das gemeinsame Abendessen nach einem langen Con-Tag, das Zusammenstecken der Köpfe an einem Tisch über einem neuen Spiel.
Immerhin, Personen, die noch nie eine der größeren Conventions besucht haben, weil sie zu weit weg wohnten, können jetzt einfach die Online-Version besuchen.
Viele Leute wünschen sich sicherlich auch, dass die Möglichkeit, eben nicht in weiter Entfernung, sondern quasi vom heimischen Schreibtisch aus an einem Spielertreffen teilnehmen zu können, ihnen auch nach dem Ende der Pandemie noch erhalten bleibt.
Für mich ist diese neue Art der Veranstaltung aber vor allem eine spannende Ergänzung unseres vielfältigen Hobbys.
 
Ein anderer Faktor, der sich momentan wahrscheinlich noch gar nicht wirklich abschätzen lässt, sind die wirtschaftlichen Folgen der Krise. 
Welche Verlage, Läden, Online-Shops, Conventions oder anderen Projekte werden von den Folgen der Pandemie so gebeutelt sein, dass sie nicht überleben oder aus anderen Gründen aufgeben? 
Gibt es vielleicht auch Gewinner der Situation, die durch ihre Produkte, ihre generelle Ausrichtung oder auch durch geschicktes Krisenmanagement Vorteile durch die Pandemie haben?
Wie viele der kleinen, oft von wenigen begeisterten Stützen getragenen Unternehmen und Gruppierungen der Szene werden auch einfach an der stetigen, vor allem auch psychologischen Belastung durch die Krise zerbrechen?
Ich weiß es nicht... und ehrlich gesagt macht es mir Angst, zu viel darüber nachzudenken.

Frage 3:
Glaubt Ihr, dass das Hobby wird irgendwann wieder "normal" werden wird? Mit dichtem Gedränge an der Con-Rundenliste und nächtelangem Zocken mit Personen aus fünf verschiedenen Haushalten in einem schlecht belüfteten Keller?

Natürlich wird alles wieder normal werden; ich möchte bloß noch nicht vermuten, wann.
Doch wenn Impfungen und wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, wird Corona eine Krankheit wie viele andere werden, gegen die es eben ein Mittel gibt.
 

Frage 4:
Habt Ihr ein geiles Hobby-Projekt für "die Zeit danach" in Arbeit? Ein nie dagewesenes Roll20-Skript? Eine neu bemalte WH40K-Armee? Ein episches LARP Kostüm?

Tatsächlich haben meine laufenden Arbeiten in dieser Zeit nicht wirklich geruht, oder wenn, dann nicht wegen Corona.
Ich arbeite weiterhin an verschiedenen Projekten, die hoffentlich bald das Licht der Welt erblicken, und habe mir sogar mit der Arbeit als "Social-Media-Typ" der Redaktion Phantastik sowie als Verwalter ihres Discord-Servers https://discord.gg/rxxKFfU ein neues Betätigungsfeld gesucht.
"Die Zeit danach" wird deshalb eher davon geprägt sein, dass ich mich wieder um mehr reale Treffen, schöne Gesprächen über nerdige Themen, gemeinsame Spielrunden und überhaupt mehr Kontakt mit anderen Verrückten bemühen werde.

Frage 5:
Habt Ihr die Situation schon einmal im Spiel aufgenommen? Habt Ihr den lang geplanten Seuchenplot endlich ausgespielt? Oder habt Ihr den lang geplanten Seuchenplot endgültig zu den Akten gelegt? Versteht Ihr jetzt besser, was VITAS für die Welt von Shadowrun bedeutet?

Nein. Oder vielleicht eher: NEIN!
Rollenspiel hat für mich auch immer die Aufgabe des Eskapismus, des Entkommens aus dem Alltag, genauso wie das Konsumieren von Medien.
Eine allzu reale, vielleicht sogar bedrohliche Situation in einem solchen Umfeld zu erleben, hat daher für mich nichts Erstrebenswertes, nichts Entspannendes.
So wenig wie ich in einem Film die Geschichte einer Seuche sehen möchte, so wenig möchte ich eine Rollenspielrunde mit einem solchen Thema belasten.
Lasst uns doch lieber ein paar schön irreale cthulhuide Monster aufhalten oder irgendwelche absonderlichen Kriminalfälle aufklären.
 

Die RPG-Blog-O-Quest wurde diesmal angeleiert von Ackerknecht.
Dort findet ihr auch alle Antworten verlinkt, ebenso im Forum von RSP-Blogs.de.

Samstag, 3. Oktober 2020

Sandfox labert... Muss ein Autor politisch sein?

Sandfox labert ist wieder zurück, und diesmal mit einem Thema, das außergewöhnlich für diesen Podcast und auch für mich ist.

Ich achte normalerweise streng darauf, mich aus politischen Diskussionen im öffentlichen Raum herauszuhalten, da ich sie im Normalfall als einseitig, nicht zielführend und schon gar nicht als angenehm betrachte.

Doch einige Entwicklungen der letzten Zeit haben mich dazu gebracht, diese Einstellung zumindest kurzfristig zu überdenken, und darum möchte ich in dieser Folge meines Podcasts über die die Frage sinnieren:



Wenn du mit mit über diesen Podcast sprechen möchtest, findest du mich im Web unter:

Die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Positive and Inspiring Corporate von Andrey Sitkov, lizensiert unter den Humble Big Music Bundle for Games, Films, and Content Creators - License Terms.

Montag, 3. August 2020

Die besten Horrorfilme des Jahres 2012 - "Die Frau in Schwarz" & "Sinister"

Die Übersicht über die ganze Artikel-Reihe befindet sich hier.

Es hat etwas länger gedauert, bis mal wieder ein Artikel dieser Reihe erscheinen konnte, aber vielleicht geht es ja jetzt etwas schneller vorwärts.
Immerhin haben wir ja vom Jahr 2012 aus gerechnet noch 7 Stationen vor uns.

Das Jahr 2012

Die Eurokrise hat die EU weiterhin fest im Griff, und Angela Merkel wird durch ihre strikte Sparpolitik vor allem in Südeuropa zur Hassfigur. Bundespräsident Wulff tritt zurück, sein Nachfolger wird Joachim Gauck. Der 17-jährige Schwarze Trayvon Martin wird als angeblicher Dieb von einem Weißen in Florida erschossen, was in den USA zu einer erhitzten Rassismus-Debatte führt.
Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia schrammt an der Insel Giglio vorbei und kentert. Felix Baumgartner führt einen Stratosphärensprung aus 39 Kilometern Höhe durch. Die ausrangierten Space-Shuttles treten den Flug ins Museum an, während der vollautomatische Dragon-Transporter erstmals die ISS erfolgreich versorgt und der Rover Curiosity sicher auf dem Mars landet.
"Rettungsroutine" ist das Wort des Jahres, und ich beschäftige mich mit der deutschen Ausgabe des Rollenspiels Space: 1889 für den Uhrwerk-Verlag und arbeite am Cthulhu-Band Ägypten - Altes Land der Pharaonen mit.

Der Horrorfilm des Jahres: Die Frau in Schwarz

Der "Sieger" des Jahres 2011, Cabin in the woods, versuchte den Horror im Film zu hinterfragen und mit den Konventionen des Genres zu brechen.
Das versucht Die Frau in Schwarz definitiv nicht, denn hier geht es nur darum, einen klassischen Geisterfilm mit besonderer Liebe zu zelebrieren.


Der junge Anwalt Arthur Kipps wird von seiner Kanzlei in das Dorf Crythin Gifford geschickt, um dort den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Dafür muss er sich in ihr Anwesen Eel Marsh House begeben, einen alten Landsitz auf einer Anhöhe im Watt, der bei Flut vom Festland abgeschnitten ist.
Bei seinen Besuchen im Dorf stößt er dabei immer wieder auf die Legende von der Frau in Schwarz, welche die Kinder von Crythin Gifford dazu bringt, sich selbst zu töten.
Zusammen mit Sam Daily, einem der wenigen Einwohner des Dorfes, der ihm nicht voller Ablehnung entgegentritt, versucht Kipps, die Identität der Frau in Schwarz zu klären und ihren Geist zur letzten Ruhe zu betten.

Die wirklich klassische Gruselausrichtung des Films verwundert nicht wirklich, wenn man weiß, dass hinter diesem Streifen die reanimierten Hammer Studios stehen, die vor allem in den Fünfziger und Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Maß aller Dinge im Bereich des stimmungsvollen Gothic Horror waren. Man versuchte mit diesem Streifen an die glorreichen Zeiten des Studios anzuknüpfen, was auch gelang. Bei einem Budget von etwa 17 Millionen Dollar spielte der Film 130 Millionen ein und zog auch ein Sequel, Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes, nach sich, das jedoch nicht an die Qualität des Originals heranreichte.
Der Film basiert auf dem Roman The Woman in Black von Susan Hill aus dem Jahr 1983, der jedoch ein anderes Ende aufweist (das hier jedoch ebenso wenig wie das Ende des Films verraten werden soll).
Von den Darstellern fällt besonders Daniel Radcliffe auf, den meisten sicherlich bekannt als Harry Potter, der mit diesem Film einen seiner ersten Versuche unternahm, sich von seiner bekanntesten Rolle freizuschwimmen. Und tatsächlich nimmt man ihm die Rolle des von persönlichen Leiden zerrissenen Anwalts sehr gut ab.
Ansonsten lebt der Film von seiner grauen und düsteren Atmosphäre, die vor allem der Landschaft von Scarborough in Nord-England und den beeindruckenden Kulissen geschuldet ist. Die Geschehnisse scheinen immer mehr auf einen grausigen Höhepunkt hinzuarbeiten, doch ob das Ende des Films wirklich das Ende der Erscheinungen andeutet, bleibt zumindest fraglich. Wer aber genau hinsieht, kann in vielen Einstellungen im Hintergrund oder zwischen anderen Menschen immer wieder die Frau in Schwarz erkennen, oft nicht mehr als ein Schemen, das dennoch darauf hindeutet, wie sehr diese Figur mit der Landschaft und dem Dorf verbunden ist.
Ein Leckerbissen für Gruselfreunde, wenn auch weniger für Leute, die ihren Horror mit Blut und Gedärmen vorziehen.

Ehrenvolle Erwähnung: Sinister

Als der Schriftsteller Ellison Oswalt mit seiner Familie in ein neues Haus zieht, findet er auf dem Dachboden alte Super-8-Filme, die zeigen, wie mehrere Familien ermordet werden. Ohne es zu ahnen, befreit Oswalt mit dem Ansehen der Filme ein unheimliches Wesen, das nun auch seine Familie bedroht.
Sinister ist ein düsterer Horrorfilm mit einem innovativen Gegner der Protagonisten, der aus einer interessanten Prämisse eine gelungene Geschichte spinnt, bis zum unausweichlichen Ende.


 
Das Titelbild stammt von Maret Hosemann und wurde heruntergeladen von Pixabay.

Mittwoch, 17. Juni 2020

Sandfox labert ... über Einflüsse.

Wie versprochen gibt es eine neue Folge Sandfox labert.

Nachdem ich mich schon darüber ausgelassen habe, was man bei der Bewertung von Kunst beachten sollte (siehe hier) und ob Kunst originell sein kann/muss (siehe hier), möchte ich diesmal erzählen, welche "Kunstwerke" (ich benutze diesen Begriff jetzt einfach mal) mich zu dem Autoren und Journalisten, Blogger und Podcaster, schlichtweg zu dem Menschen gemacht haben, der sich hier auf diesen Seiten präsentiert.

Wenn du mich also über all das labern hören willst, was mir so in den letzten 55 Jahren gut gefallen hat, und was nicht, dann hör doch rein in die neue Folge:



Wie im Podcast erwähnt, findest du mich im Web unter:

Die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Positive and Inspiring Corporate von Andrey Sitkov, lizensiert unter den Humble Big Music Bundle for Games, Films, and Content Creators - License Terms.

Dienstag, 14. April 2020

Die besten Horrorfilme des Jahres 2011 - "Cabin in the woods" & "Trollhunter"

Die Übersicht über die ganze Artikel-Reihe befindet sich hier.

Fahren wir fort mit unserer Tour durch die Zehnerjahre des 21.Jahrhunderts und begeben wir uns ins Jahr 2011.

Das Jahr 2011

Ein Erdbeben und ein anschließender Tsunami lösen im japanischen Fukushima eine schwere Nuklear-Katastrophe aus, was in Deutschland zum Atomausstieg führt. Der arabische Frühling nährt für eine gewisse Zeit im Nahen Osten die letztendlich trügerische Hoffnung auf Demokratie und Veränderung. Gleichzeitig schlittert der Euro in eine tiefe Krise mit Rettungsschirmen und Konsolidierungsmaßnahmen, und der Tod des Technikvisionärs Steve Jobs lässt seinen Konzern Apple zeitweise kopf- und ziellos zurück.
"Stresstest" ist das Wort des Jahres, und ich beschäftige mich mit der deutschen Ausgabe von Cthulhu Now und schreibe für das Cthulhu Spielerhandbuch das Abenteuer Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Der Horrorfilm des Jahres: Cabin in the woods

Es gab schon immer Filme, die sich daran versuchten, die Methoden und Tricks des Horrors offenzulegen oder sie - kombiniert mit anderen Handlungselementen oder ironischen Brüchen - zur Grundlage eines neuen Films zu machen.
Cabin in the woods holte 2011 zu einem Rundumschlag gegen das Genre aus und mischte seine Abrechnung mit der Einfallslosigkeit vieler Horrorfilme und den immergleichen aufgewärmten Klischees mit einer gehörigen Portion sarkastischen und bösartigen Humors.


Fünf junge Studenten machen sich auf den Weg zu einer einsamen Waldhütte. um ein wildes Wochenende zu erleben. An der letzten Tankstelle vor dem Ziel werden sie von dem schmierigen Tankwart gewarnt, dass in der Hütte nichts Gutes auf sie wartet, doch sie schlagen seine Worte in den Wind und fahren doch zu ihrem Ziel.
Dort erwecken sie eine alte Macht, die ihnen nun nach dem Leben trachtet. Doch anders als in vielen anderen Filmen dieser Art (und es gibt sicher Tausende davon) wird hier das Verhalten der Monster und Opfer von einer geheimen Regierungseinrichtung aus kontrolliert und teilweise auch gesteuert.
Und wie es scheint, dreht sich bei diesem Vorhaben alles um nicht weniger als den Fortbestand der Menschheit.

Cabin in the woods beginnt mit einer Szene in der angesprochenen Einrichtung, die schließlich in einen Titel-Schriftzug mündet, der augenblicklich an die Achtziger erinnert. Diese Eröffnungssequenz erweist sich natürlich als ausgesprochen geschickter Schachzug, wenn man bedenkt, dass die nun folgende Handlung zunächst einmal nach dem 1.000. Aufguss alter Klischees aussieht. Doch so will man wissen, was diese wirklich widerwärtig selbstherrlichen Kretins in ihren Laborkitteln, die man sofort mit Inbrunst hasst, mit all dem zu tun haben, was den jungen Leuten.
Auch einige andere Szenen, die scheinbar nicht in ins Bild der Klischees passen, wecken die Neugier des Zuschauers.
Und soviel sei verraten, er wird für seine Geduld belohnt, denn Cabin in the woods fährt vor allem am Ende eine ganze Menagerie von Monstern auf, entweder klassische Kreaturen oder geschickt abgewandelte Kopien, wenn die entsprechenden Rechte nicht frei verfügbar waren. Das Ganze wird dann noch mit einem stellenweise sehr zynischen Humor garniert, der jedoch möglicherweise manchem Zuschauer auch sauer aufstoßen wird.
Das Ende des Films passt hingegen hervorragend zu diesem boshaft-amüsierten Grundtenor und ist auf angenehme Weise kompromisslos inszeniert.
Cabin in the woods wurde zum Überraschungshit und hätte sicher auch das eine oder andere Sequel nach sich gezogen, wenn das nicht so absurd gewesen wäre. So bleibt uns ein Film, der genau weiß, woher er kommt, und darum auch vor allem erfahrenen Horror-Fans Spaß machen wird, die gerne versuchen können, alle Referenzen auf bekannte Filme und Reihen zu entdecken.

Ehrenvolle Erwähnung: Trollhunter

Der norwegische Film Trollhunter versucht sich an dem Spagat, einen Found-Footage-Film über die Jagd nach Trollen zu inszenieren, der so aussieht, als sei er real und ohne Filmteam realisiert worden, der aber gleichzeitig stark von seinen aufwändigen Spezialeffekten abhängt.
Und tatsächlich gelingt ihm dieses Vorhaben bemerkenswert gut.


 
Das Titelbild stammt von Maret Hosemann und wurde heruntergeladen von Pixabay.

Dienstag, 7. April 2020

Die besten Horrorfilme des Jahres 2010 - "Insidious" & "Monsters"

Die Übersicht über die ganze Artikel-Reihe befindet sich hier.

Wir beginnen unsere Reise durch die Zehnerjahre des 21.Jahrhunderts im Jahr 2010, und wenn wir auf die Ereignisse von damals zurückblicken, erscheint es fast unglaublich, dass das alles schon zehn Jahre her sein soll.

Das Jahr 2010

Das Jahr wird in Deutschland bestimmt durch den Streit um den Bahnhofsneubau Stuttgart 21 und die Katastrophe um die Love Parade in Duisburg. Lena gewinnt den Eurovision Song Contest mit Satellite, und Deutschland wird unter dem Dröhnen der Vuvuzelas Dritter bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Haiti wird durch ein Erdbeben völlig zerstört, und 33 Bergarbeiter überleben in Chile 33 Tage unter der Erde.
"Wutbürger" ist das Wort des Jahres, und ich beschäftige mich mit der bislang letzten Version des Regelwerks von Plüsch, Power & Plunder sowie dem Cthulhu-Quellenband Wien - Dekadenz und Verfall.

Der Horrorfilm des Jahres: Insidious

Regisseur James Wan und Drehbuchautor Leigh Wannell hatten mit ihrem Film Saw einen waschechten Superhit hingelegt, der bislang 7 Sequels nach sich zog (ein Teil 9 ist aktuell in Produktion).
Der direkte Nachfolger Dead Silence um verfluchte Bauchrednerpuppen zündete zwar nicht wirklich, aber mit Insidious kehrten die beiden wieder in die Erfolgsspur zurück.


Die Familie Lambert zieht in ihr neues Haus. Nach wenigen Tagen fällt ihr Sohn ohne jede Erklärung ins Koma. Von diesem Zeitpunkt an werden die verbleibenden Familienmitglieder von unbekannten Phänomenen geplagt. Zudem scheint die Ehe der Eltern an den Vorkommnissen zu zerbrechen, als Josh Lambert sich mehr zurückzieht, um sich den Problemen nicht zu stellen.
Als sie in ein neues Haus ziehen, um den "Geistern" zu entkommen, müssen sie erkennen, dass die Erscheinungen offenbar nichts mit dem Gebäude zu tun hatten ...

Insidious wurde von vielen Kritikern als klischeehafter und uninteressanter Geisterfilm bezeichnet. Tatsächlich findet man viele klassische Bilder und Motive in diesem Film, doch man kann den beiden Machern trotzdem keine Einfallslosigkeit vorwerfen. Sie geben sich stattdessen alle Mühe, ihre Geschichte mit neuen Handlungselementen und einer außergewöhnlichen Auflösung zu versehen.
Dabei werden zwar einige Elemente von Dead Silence wiederverwertet, und wer die späteren Filme der Reihe Conjuring - Die Heimsuchung sieht, wird auch erkennen, wo die Filmemacher sich stilitisch und inhaltlich selbst zitieren. Trotzdem steht der Film sicher genug auf seinen eigenen Beinen und weiß mit viel Atmosphäre und so manchem Schreckmoment zu überzeugen.
Insidious zog bislang drei Sequels nach sich, wurde jedoch vom Erfolg der folgenden Geisterfilm-Reihe um Conjuring - Die Heimsuchung, die ebenfalls von Wan und Wannell entwickelt wurde, nahezu überrollt (was ich allerdings nie ganz nachvollziehen konnte).
Auf jeden Fall  ist mir Insidious als Beispiel für einen hervorragend gemachten Geisterfilm im Gedächtnis geblieben.


Ehrenvolle Erwähnung: Monsters

Der außergewöhnliche Alien-Invasions-Film Monsters hat sich seinen Platz in dieser Aufzählung verdient, weil Regisseur Gareth Edwards ihn für nicht mal eine halbe Million Dollar im Guerillastil drehte, von den geschickte getimeten Außenaufnahmen bis hin zu den überzeugenden Spezialeffekten; bei Godzilla und Star Wars: Rogue One durfte er dann mit deutlich größeren Budgets jonglieren.


  
Das Titelbild stammt von Maret Hosemann und wurde heruntergeladen von Pixabay.