Samstag, 8. August 2020

Sandfox plaudert ... über Actual Play (mit Michael L. Jaegers)

Actual Plays - Rollenspiel zum Zuhören oder Zuschauen.
Eigentlich wollte ich mit Michael L. Jaegers über dieses Thema sprechen, da er solche Podcasts auf seinem Blog jaegers.net anbietet.
Doch dann sind wir ein wenig ins Plaudern geraten und thematisch etwas abgedriftet. Also reden wir auch noch über Podcasts an sich, über Lizenzen für Musik und Bilder, über Online- und Offline-Conventions und vieles mehr.
Gefühlt also ein wenig übers Thema hinaus geschossen, aber vielleicht gerade deshalb interessant für unsere Zuhörer.
Und so ganz nebenbei ist dadurch der Podcast mit der wohl längsten Link-Liste aller bisherigen Folgen entstanden.

Ich wünsche also viel Spaß bei der neusten Folge von Sandfox plaudert:


Software:

Musik:
Bilder:
Michaels Beitrag über das Anmelden von Podcasts:
Conventions:

Wie im Podcast erwähnt, findet ihr hier die wichtigsten Informationen zu Michael L. Jaegers:
Mich findest du mich im Web unter:
Die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Positive and Inspiring Corporate von Andrey Sitkov, lizensiert unter den Humble Big Music Bundle for Games, Films, and Content Creators - License Terms.

Montag, 3. August 2020

Die besten Horrorfilme des Jahres 2012 - "Die Frau in Schwarz" & "Sinister"

Die Übersicht über die ganze Artikel-Reihe befindet sich hier.

Es hat etwas länger gedauert, bis mal wieder ein Artikel dieser Reihe erscheinen konnte, aber vielleicht geht es ja jetzt etwas schneller vorwärts.
Immerhin haben wir ja vom Jahr 2012 aus gerechnet noch 7 Stationen vor uns.

Das Jahr 2012

Die Eurokrise hat die EU weiterhin fest im Griff, und Angela Merkel wird durch ihre strikte Sparpolitik vor allem in Südeuropa zur Hassfigur. Bundespräsident Wulff tritt zurück, sein Nachfolger wird Joachim Gauck. Der 17-jährige Schwarze Trayvon Martin wird als angeblicher Dieb von einem Weißen in Florida erschossen, was in den USA zu einer erhitzten Rassismus-Debatte führt.
Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia schrammt an der Insel Giglio vorbei und kentert. Felix Baumgartner führt einen Stratosphärensprung aus 39 Kilometern Höhe durch. Die ausrangierten Space-Shuttles treten den Flug ins Museum an, während der vollautomatische Dragon-Transporter erstmals die ISS erfolgreich versorgt und der Rover Curiosity sicher auf dem Mars landet.
"Rettungsroutine" ist das Wort des Jahres, und ich beschäftige mich mit der deutschen Ausgabe des Rollenspiels Space: 1889 für den Uhrwerk-Verlag und arbeite am Cthulhu-Band Ägypten - Altes Land der Pharaonen mit.

Der Horrorfilm des Jahres: Die Frau in Schwarz

Der "Sieger" des Jahres 2011, Cabin in the woods, versuchte den Horror im Film zu hinterfragen und mit den Konventionen des Genres zu brechen.
Das versucht Die Frau in Schwarz definitiv nicht, denn hier geht es nur darum, einen klassischen Geisterfilm mit besonderer Liebe zu zelebrieren.


Der junge Anwalt Arthur Kipps wird von seiner Kanzlei in das Dorf Crythin Gifford geschickt, um dort den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu regeln. Dafür muss er sich in ihr Anwesen Eel Marsh House begeben, einen alten Landsitz auf einer Anhöhe im Watt, der bei Flut vom Festland abgeschnitten ist.
Bei seinen Besuchen im Dorf stößt er dabei immer wieder auf die Legende von der Frau in Schwarz, welche die Kinder von Crythin Gifford dazu bringt, sich selbst zu töten.
Zusammen mit Sam Daily, einem der wenigen Einwohner des Dorfes, der ihm nicht voller Ablehnung entgegentritt, versucht Kipps, die Identität der Frau in Schwarz zu klären und ihren Geist zur letzten Ruhe zu betten.

Die wirklich klassische Gruselausrichtung des Films verwundert nicht wirklich, wenn man weiß, dass hinter diesem Streifen die reanimierten Hammer Studios stehen, die vor allem in den Fünfziger und Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Maß aller Dinge im Bereich des stimmungsvollen Gothic Horror waren. Man versuchte mit diesem Streifen an die glorreichen Zeiten des Studios anzuknüpfen, was auch gelang. Bei einem Budget von etwa 17 Millionen Dollar spielte der Film 130 Millionen ein und zog auch ein Sequel, Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes, nach sich, das jedoch nicht an die Qualität des Originals heranreichte.
Der Film basiert auf dem Roman The Woman in Black von Susan Hill aus dem Jahr 1983, der jedoch ein anderes Ende aufweist (das hier jedoch ebenso wenig wie das Ende des Films verraten werden soll).
Von den Darstellern fällt besonders Daniel Radcliffe auf, den meisten sicherlich bekannt als Harry Potter, der mit diesem Film einen seiner ersten Versuche unternahm, sich von seiner bekanntesten Rolle freizuschwimmen. Und tatsächlich nimmt man ihm die Rolle des von persönlichen Leiden zerrissenen Anwalts sehr gut ab.
Ansonsten lebt der Film von seiner grauen und düsteren Atmosphäre, die vor allem der Landschaft von Scarborough in Nord-England und den beeindruckenden Kulissen geschuldet ist. Die Geschehnisse scheinen immer mehr auf einen grausigen Höhepunkt hinzuarbeiten, doch ob das Ende des Films wirklich das Ende der Erscheinungen andeutet, bleibt zumindest fraglich. Wer aber genau hinsieht, kann in vielen Einstellungen im Hintergrund oder zwischen anderen Menschen immer wieder die Frau in Schwarz erkennen, oft nicht mehr als ein Schemen, das dennoch darauf hindeutet, wie sehr diese Figur mit der Landschaft und dem Dorf verbunden ist.
Ein Leckerbissen für Gruselfreunde, wenn auch weniger für Leute, die ihren Horror mit Blut und Gedärmen vorziehen.

Ehrenvolle Erwähnung: Sinister

Als der Schriftsteller Ellison Oswalt mit seiner Familie in ein neues Haus zieht, findet er auf dem Dachboden alte Super-8-Filme, die zeigen, wie mehrere Familien ermordet werden. Ohne es zu ahnen, befreit Oswalt mit dem Ansehen der Filme ein unheimliches Wesen, das nun auch seine Familie bedroht.
Sinister ist ein düsterer Horrorfilm mit einem innovativen Gegner der Protagonisten, der aus einer interessanten Prämisse eine gelungene Geschichte spinnt, bis zum unausweichlichen Ende.


 
Das Titelbild stammt von Maret Hosemann und wurde heruntergeladen von Pixabay.

Montag, 6. Juli 2020

Das war die FeenConline 2020

Corona hat dieses Jahr fest im Griff, und die meisten Rollenspiel-Conventions in diesem Jahr wurden entweder abgesagt oder wanderten ins Internet ab.
So auch die wohl älteste Convention Deutschlands, die FeenCon, die in diesem Jahr unter dem Namen FeenConline 2020 stattfand, nicht zuletzt auch, weil die Stadthalle Bonn Bad-Godesberg Insolvenz anmelden musste und somit auch unter eventuellen Hygiene-Auflagen keine Veranstaltung dort mehr möglich war.
Also wurde die komplette Convention auf Discord bzw. Twitch verlegt, wo auf mehreren Servern das Programm ablief.
Es gab auf Discord einen dezidierten Server für Stände und allgemeine Informationen (der gelbe Button auf dem Bild zur Linken) und für Spielrunden einen zusätzlichen Server, um das eh schon unübersichtliche Angebot etwas zu entzerren.
Dazu kamen drei Twitch-Kanäle, darunter auch die allgegenwärtigen Orkenspalter TV.
Das ganze Angebot wurde über die altbekannte Website https://www.feencon.de gesteuert und verlinkt.

Die Stände

Wer sich für einen Stand auf der FeenConline 2020 anmeldete, bekam einen Unterordner auf dem ersten Server zugeordnet.
Dort befand sich ein Textkanal #stand-von-xxx, den man nach Belieben gestalten konnte (zum Beispiel mit Links zu eigenen Websites, Bildern, erklärenden Texten usw.).
Der Textkanal #chat-mit-xxx konnte von allen Besuchern benutzt werden, um Kontakt mit dem jeweiligen Aussteller aufzunehmen.
Und wer wollte, konnte über Rede mit xxx auch in direkten Sprechkontakt mit dem jeweiligen Aussteller treten (wenn er denn "vor Ort" war).

Das Programm

Wie bereits erwähnt, gab es insgesamt drei Live-Kanäle auf Twítch, die mit Programm gefüllt waren.
Dazu gehörten Lesungen, Talkrunden, Vorträge und vieles mehr, wobei die Besucher die jeweiligen Programmpunkte mit Chats begleiten bzw. Fragen an die Vortragenden richten konnten.
Ich selbst hatte das Vergnügen, zwei Vorträge halten zu dürfen, zum einen über das Thema Horror im Rollenspiel (ein Klassiker, wenn auch heute unter anderen Vorzeichen als in früheren Jahren) und Die eigene Welt im Abenteuer
Weitere Programmpunkte fanden an den Ständen einzelner Aussteller statt, so zum Beispiel bei der Redaktion Phantastik, die jedoch leider weit weniger Zuschauer fanden.

Die Rollenspielrunden

Wer eine Rollenspielrunde anmeldete, erhielt einen separaten Spielbereich auf dem entsprechenden Discord-Server.
Der Textkanal #_spieltisch konnte dabei für allgemeine Informationen oder das Bereitstellen von Kurzregeln, Charakterbögen oder Bildern genutzt werden.
Der Sprachkanal _spieltisch war dann vorgesehen für die eigentliche Runde, während man im Sprachkanal stille kammer heimliche Gespräche mit einzelnen Teilnehmern führen konnte.
Was etwas verwunderte, war die Tatsache, dass die Kanäle für alle Besucher offenstanden, so dass bei manchen Runden plötzlich stille Zuhörer auftauchten, die einfach nur dem Geschehen lauschen wollten... ich glaube, dies war nicht allen Teilnehmern wirklich angenehm.

Eindrücke

Eine Convention online durchzuführen und auch online daran teilzunehmen, bedeutet für manche Menschen eine gewisse Einstiegshürde.
Wer sich mit Discord nicht auskannte, konnte schon mal in der Unmenge an Runden und Ständen verloren gehen. Auch einige Standbetreiber waren offensichtlich überfordert oder hatten nicht die ausreichende Personalkapazität, so dass viele Kanäle oft verwaist waren und einige nicht einmal mit irgendwelchen statischen Inhalten versehen waren.
Die Tatsache, dass weder die Stände noch die Spielrunden in Discord sortiert waren, machte das Zurechtfinden zudem nicht wirklich einfacher (hier haben die Veranstalter allerdings noch während der Convention mit einem zentralen Verzeichnis nachgeholfen, das jedoch in der Handy-Version von Discord nur begrenzt weiterhalf, weil man immer nur zum Chat-Teil des Standes oder der Runde geleitet wurde, ohne jedoch dann den Rest des Standes erreichen zu können).
Alles in allem irrte der Besucher gelegentlich durch die verschiedenen Bereiche des Servers, suchte nach Informationen, fand bisweilen Dinge, die er gar nicht gesucht hatte, oder unterhielt sich auch mal mit Leuten, die gerade im Sprachkanal eines Standes waren, einfach so, weil er das gerade entdeckt hatte. Die Hemmschwelle hierfür war jedoch oft genauso hoch wie bei einem normale Convention-Besuch.
Wenn sich verschiedene Leute mal in einem Sprachkanal fanden (manchmal zu vorab angekündigten Terminen wie beim Online-Treffen der Redaktion Phantastik, manchmal nach Vorträgen wie meinem Horror-Workshop), dann kam noch am ehesten das gute alte Con-Feeling auf, wo man sich mit Gleichgesinnten auf einen gemütlichen Klönschnack traf.
Das Live-Programm auf den verschiedenen Kanälen (FeenConline, FeenConline - Brunnensaal, Orkenspalter TV) wurde hingegen sehr gut aufgenommen; so erreichte ich Samstagabend von 23:00 Uhr bis Mitternacht noch über 60 Zuschauer mit dem Vortrag Wie werde ich gruselig?
Eine schöne Zahl, mit der ich sehr zufrieden war, vor allem, weil im Anschluss noch bis nach 2:00 Uhr morgens an meinem Stand weiter diskutiert wurde.

Fazit

Mit etwa 650 Besuchern konnte die FeenConline 2020 nicht den Besucherschnitt der vergangenen Jahre halten, aber das war wohl auch nicht zu erwarten, da immer noch viele Rollenspieler dem Online-Ableger des Rollenspiels nicht wirklich trauen.
Auch die Abneigung mancher Leute gegen Discord oder Twitch könnte ihren Anteil daran gehabt haben, dass viele potenzielle Besucher der Veranstaltung fernblieben.
Die Organisatoren waren im Vorfeld sehr bemüht, solche Ressentiments abzubauen, und haben auch in mehreren Workshops und über persönliche Unterstützung Hilfe bei der Vorbereitung und Bearbeitung von Ständen und Spielrunden angeboten.
Trotzdem merkte man an manchen Stellen, dass noch einiges unter dem altbekannten Motto "Versuch macht kluch!" ablief (nicht nur bei den Veranstaltern, sondern auch durchaus bei den Ausstellern und Künstlern, den Vortragenden und Spielleitenden). Unsortierte Stände, ständige Benachrichtigungen aus Discord, die man erst einmal stummschalten musste, verschiedene Kanäle, auf denen man sich zurechtfinden musste.
Eine weitere solche Veranstaltung wird sicherlich besser ablaufen, wenn die Organisatoren, aber auch die anderen Teilnehmer, aus den diesmal aufgetretenen Problemen lernen.
Und das ist gut so, denn wer weiß schon, wie lange wir noch unter den aktuellen widrigen Umständen leiden müssen.
Ich für meinen Teil freue mich schon auf die Online-Version der Dreieichcon im November, deren Ausrichter auch auf der FeenConline 2020 zugegen waren, um sich wohl auch Anregungen zu holen.
Lasst uns alle in dieser Zeit zusammenarbeiten!

Mittwoch, 17. Juni 2020

Sandfox labert ... über Einflüsse.

Wie versprochen gibt es eine neue Folge Sandfox labert.

Nachdem ich mich schon darüber ausgelassen habe, was man bei der Bewertung von Kunst beachten sollte (siehe hier) und ob Kunst originell sein kann/muss (siehe hier), möchte ich diesmal erzählen, welche "Kunstwerke" (ich benutze diesen Begriff jetzt einfach mal) mich zu dem Autoren und Journalisten, Blogger und Podcaster, schlichtweg zu dem Menschen gemacht haben, der sich hier auf diesen Seiten präsentiert.

Wenn du mich also über all das labern hören willst, was mir so in den letzten 55 Jahren gut gefallen hat, und was nicht, dann hör doch rein in die neue Folge:



Wie im Podcast erwähnt, findest du mich im Web unter:

Die Musik aus dem Podcast ist eine gekürzte Fassung des Tracks Positive and Inspiring Corporate von Andrey Sitkov, lizensiert unter den Humble Big Music Bundle for Games, Films, and Content Creators - License Terms.