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Montag, 10. Januar 2022

Spielwarenmesse eG übernimmt die Internationalen Spieltage

Heute erreichte mich die folgende Mail:

Die Spielwarenmesse eG hat zum 1. Januar 2022 die Veranstaltung Internationale Spieltage SPIEL in Essen übernommen. Damit tritt der Nürnberger Messe- und Marketingdienstleister als neuer Eigentümer der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele auf. Die SPIEL wird auch zukünftig auf dem Essener Messegelände stattfinden und von der langjährigen Geschäftsführerin Dominique Metzler mit ihrem erfahrenen Team von Bonn aus organisiert. Als zusätzlicher Geschäftsführer fungiert Florian Hess, Vorstand der Spielwarenmesse eG.

Die SPIEL kann auf eine fast 40-jährige Geschichte zurückblicken: Seit 1983 hat sich die Veranstaltung von einem kleinen Treffen für Spieler zur heute weltgrößten Endverbrauchermesse für Brett-, Karten- und Rollenspiele entwickelt. Traditionell im Herbst werden in den Essener Messehallen die nationalen und internationalen Spiele-Neuheiten einem breiten Publikum vorgestellt. Jährlich besuchen rund 200.000 Menschen die Veranstaltung – mit steigender Tendenz.

„Mir war wichtig, dass das einzigartige Profil der SPIEL auch zukünftig erhalten bleibt“, sagt Dominique Metzler, die ihr Familienunternehmen gemeinsam mit Rosemarie Geu in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich ausgebaut und etabliert hat. „Mit der Spielwarenmesse eG und ihrer Erfahrung mit Weltleitmessen bin ich sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der diese erfolgreiche Messe auch die nächsten Jahrzehnte in meinem Sinne fortführen und weiterentwickeln wird. Mein Team und ich freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Die Pandemie hat die Beliebtheit von Gesellschaftsspielen nochmals beschleunigt. 2020 wuchs allein der deutsche Spielemarkt um 21 Prozent. Der Trend ist auch auf der Spielwarenmesse im B2B-Segment sichtbar. Die Internationale Spieleerfindermesse wird in die Spielwarenmesse integriert und der Spielebereich weiter gestärkt. Einen ebenso behutsamen Umgang versprechen die Nürnberger mit den Internationalen Spieltagen SPIEL, jedoch als eigenständige Messe, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt.

Als Genossenschaft agiert die Spielwarenmesse eG bereits „aus der Branche für die Branche“. Zahlreiche Spieleverlage zählen zu den Mitgliedsunternehmen. Vorstandssprecher Christian Ulrich betont: „Wir haben mit der Spielwarenmesse und den Internationalen Spieltagen zwei völlig verschiedene Konzepte, die sich jedoch thematisch stark überschneiden und dadurch auch Synergien schaffen. Mit der SPIEL erweitern wir unsere Verantwortlichkeiten im Spielebereich, ohne den für die Messe typischen Charakter zu verändern.“ Der Fortbestand ist gesichert – somit können die Besucher in Essen auch künftig nach Herzenslust testen und spielen.

Dass die Marke SPIEL abgegeben wird, verwundert zwar im ersten Moment. Der Grund dafür ist jedoch mit Sicherheit auch in zwei belastenden Pandemie-Jahren zu suchen, vor allem auch in finanzieller Hinsicht. 

Da wurde eine SPIEL.digital im Jahr 2020 mit offensichtlich viel Aufwand aus dem Boden gestampft, bevor man mit (aus Pandemiegründen) stark reduzierter Besucherzahl 2021 wieder in die angestammten Essener Messehallen zurückkehrte. Beide Jahre dürften der Kapitaldecke eines letztendlich doch kleinen Veranstalters sicher nicht gutgetan haben.

Trotzdem bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der "Verkauf" der SPIEL auf die Veranstaltung selbst und auch auf ihre Reputation hat.

So mancher mag sich mit Grausen daran erinnern, wie die sogenannte CCXP Cologne (die Comic Con Experience Cologne) im Jahr 2018 die Role Play Convention schluckte. Es gab hehre Versprechungen, dass sich nichts ändern würde, dass alles sogar viel besser werden würde. Binnen kürzester Zeit hatten die Veranstalter es sich allerdings mit Fans und Ausstellern der alten Veranstaltung so gründlich verscherzt, dass die bislang einzige Veranstaltung unter dem Banner Comic Con Experience Cologne im Sommer 2019 über weite Strecken zu einem Desaster unter freiwilligem Ausschluss der Öffentlichkeit wurde.

Natürlich verspricht man auch dieses Mal wieder alles, doch die Tatsache, dass man mit dem Veranstalter der Spielwarenmesse Nürnberg einen erfahrenen und mit der Szene in Deutschland vertrauten Käufer gefunden hat, verspricht doch, dass diese Übernahme nicht zu einer weiteren Veranstaltungskatastrophe führt.

Auch hat sich das Team von Dominique Metzler mit den Jahren ein gewisses Maß an Vertrauen verdient, auch wenn man ihnen anscheinend einen neuen Chef vor die Nase gesetzt hat. Trotzdem denke ich, dass man den bisherigen Kurs der Messe beibehalten wird, mit einer sehr internationalen und auch kleineren Firmen gegenüber aufgeschlossenen Aufstellung der Veranstaltung.

Wenn ich einer Hoffnung Ausdruck verleihen darf, dann am ehesten, dass genau dieser Aspekt der kleinen Verleger und vielleicht sogar der unabhängigen Spielentwickler mit ihren selbstgebastelten Spielen vielleicht noch ein wenig stärker in den Fokus rückt.

Denn es kommen zwar viele "normale" Leute sicherlich vor allem deshalb auf die SPIEL, um sich an den Ständen von Verlagen wie Pegasus, Kosmos oder Asmodee mit neuem Material einzudecken, doch die "Fachbesucher" (seien sie nun von der Presse, mit eigenen Blogs oder Videoangeboten, oder auch einfach Spielebegeisterte jedweder Art) kommen besonders gerne nach Essen, um hier die Sachen zu ergattern, die man ebene nur hier und nicht einen Monat später in jedem Spielwarenladen findet.

Wir werden sehen, wie sich die erste SPIEL unter den neuen Eigentümern darstellt, doch ich habe momentan noch nicht das Gefühl, dass wir uns allzu viele Sorgen um "unsere" Messe machen müssen.

Und bitte, liebe Veranstalter, ob alt oder neu, straft mich nicht Lügen...

Montag, 25. Februar 2019

Die CCXP ist nicht die neue RPC ... schade drum ...

Im September kündigten die Köln-Messe und RPC-Organisator Andre Kuschel in einem ersten Artikel an, dass die gute alte Role Play Convention (der Link als Erinnerung an gute alte Zeiten) Teil einer neuen Veranstaltung werden soll, welche die bisherige RPC aufnehmen sollte: die Comic Con Experience oder CCXP, veranstaltet von der brasilianischen Omelete Group.

Erste Verwirrung trat auf, weil der gewählte Termin genau parallel zur Comic Con Germany in Stuttgart gelegt wurde. Warum will sich eine neue Veranstaltung gleich mit einer etablierten Convention messen? Und wo bleibt der Fan, der sich jetzt entscheiden muss?

Alle Fragen sollten schließlich auf einer Presse-Konferenz geklärt werden, die tatsächlich am 7. November stattfand und komplett von DORP-TV übertragen wurde


Man merkte den brasilianischen Veranstaltern durchaus die Begeisterung für ihr Konzept an, wohingegen Andre Kuschel schwer ins Rudern kam, als man ihn zu einigen bekannten Punkten der RPC befragte (zum Beispiel zu verbilligten Ständen für Klein- und Kleinstanbieter).
Alles schien noch sehr im Fluss zu sein, aber wer nicht gerade an Stars und Sternchen interessiert war, musste sich wohl noch eine Weile gedulden, um zu erfahren, inwieweit sich ein Besuch auf der neuen Veranstaltung lohnte.

Die zeitgleich auf der Website veröffentlichten Konditionen bedeuteten für viele Anbieter sofort das Aus, da sich ein Stand um ein Mehrfaches gegenüber der letzten RPC verteuerte. Ankündigungen, dass sich hier noch was ändern würde, blieben bislang genau das, Ankündigungen.

Seit heute (25. Februar 2019) sind nun die Tickets für die CCXP erhältlich, und auch wenn man ein Tagesticket für Donnerstag oder Freitag "schon" als Early-Bird für 25 Euro bekommen kann, steigen die Preise bis zur eigentlichen Veranstaltung fast auf das Doppelte. (Wobei nicht verschwiegen verwenden soll, dass es auch Ticketkategorien wie Epic Experience oder Full Experience gibt, die auf Preise bis zu 1.450 € steigen!)
Wer sich näher informieren möchte, auch über das Preisgefüge, dem empfehle ich diesen Artikel auf der Seite Gameswirtschaft.

Was bedeutet das für Rollenspieler, die früher zur RPC gepilgert sind?

In keinem der Statements, von der ersten Meldung über die Pressekonferenz bis hin zu den jetzigen Aussagen der Köln-Messe, ist in irgendeiner Hinsicht eine klare Aussage zu Rollenspielen und ihren Verlagen zu finden. Nur ein kleiner Abschnitt auf der Website, verschämt versteckt auf einer Unterseite, spricht davon, dass man sie auf der CCXP antrifft.

Nun möchte ich nicht so tun, als wäre die RPC die beste Convention seit der Erfindung von geschnittenem Brot gewesen. Trotzdem war sie ein wichtiger Ablaufpunkt der Szene, um sich zu treffen und auszutauschen, vielleicht der wichtigste neben der SPIEL in Essen.

Man bekommt jedoch den Eindruck, dass vieles, was für uns Rollenspieler die RPC ausgemacht hat, auf der CCXP nicht mehr auftaucht. 
Ja, es gibt noch den Mittelaltermarkt, es gibt noch die LARP-Gruppen und Cosplayer ... letztendlich also all das, was man als Fotomotiv herzeigen kann. 
Der RPC-Award hingegen ist anscheinend verschwunden, sicher wiederum nicht der Weisheit letzter Schluss, aber trotzdem, jetzt einfach weg. 

Wahrscheinlich werden wir die Großen der Szene trotzdem hier treffen, aber wie es darüber hinaus aussieht, bleibt abzuwarten. Was machen die Kleinverleger, die sich normalerweise hinter ihrer Wagenburg aus Produkten hinstellen und versuchen, Leute für ihre Spiele zu begeistern? Trauen sie sich zu, den nötigen Umsatz zu machen, um wenigstens die Kosten reinzuholen? Viele von ihnen tun dies scheinbar nicht und haben ob des Preises und des sonstigen Aufwands bereits ihre Teilnahme abgesagt, manche öffentlich, manche im privaten Umfeld.
Wir alle sind vom Mittelpunkt einer großen Veranstaltung zu einer ungeliebten, zumindest aber unwichtigen Randerscheinung geworden.

Fahre ich zur CCXP?

Nach reiflicher Überlegung werde ich das nicht tun. 
Nicht aus Prinzip, und auch nicht wegen der Preise allein. Sondern weil mich vieles, was die Convention bietet, einfach nicht interessiert.
Ich denke, dass die Personen, die sich für die CCXP interessieren, einfach andere Dinge wollen als ich. Und auf sie wird man eingehen. Die Schnittmenge zwischen CCXP-Interessenten und den bisherigen Besuchern der RPC wird eventuell nicht allzu groß sein.
Das muss nicht schlecht sein, und vielleicht wird die CCXP zu einer großartigen Veranstaltung ... nur nicht für den Rollenspieler, der sich vor allem für sein Hobby interessiert.
Ich bin nicht so missgünstig, den Leuten hinter der Veranstaltung etwas Schlimmes zu wünschen.
Allerdings werde ich mich wohl umorientieren müssen, zusammen mit vielen anderen.
Wir sehen uns also auf der NordCon, der FeenCon, der Eulencon oder der SPIEL.

P.S.: Wer sich eine Karte für die CCXP besorgen möchte, möge seinen Browser hierhin richten.

Samstag, 1. Juli 2017

Die RPC 2017... hatte sie wenig zu bieten?

Ist es zu spät, noch über die Role PlayConvention 2017 zu sprechen?
Wahrscheinlich schon... aber ein paar Sachen wollte ich denn doch noch mit euch teilen, weil sie mir einfach am Herzen liegen.
Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zum zweiten großen Branchentreffen der Rollenspiel-Szene in Deutschland neben den Internationalen Spieltagen in Essen entwickelt.
Doch neben den Rollenspielern finden sich auch mehr und mehr andere Nerd-Themen dort, die um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen.
Hier darum einige...

Persönliche Eindrücke und Gedanken zur RPC 2017

  • Prometheus Games hat leider die Chance verpasst, sich der Kritik der Rollenspiel-Szene zu stellen und vielleicht etwas für den eigenen Ruf zu tun. Stattdessen haben sie sich aus Kostengründen im Vorfeld bereits abgemeldet.
    Feigheit vor dem "Feind" oder gute Entscheidung zur Bündelung der eigenen Ressourcen? Urteilt selbst...
  • Warum muss bei einer so großen Veranstaltung immer noch so viel schiefgehen?
    Angemeldete Programmpunkte verschwinden kommentarlos im Nirvana, trotz versendeter Bestätigungs-Mails (so konnte ich einen vorbereiteten Workshop nicht halten, weil er, obwohl angekündigt und bestätigt, nicht mehr im Programm zu finden war).Verlage wie Truant und Dausend Dode Drolle waren nicht im Messe-Katalog aufgeführt, obwohl bei der Buchung des Gemeinschaftsstandes mit der Redaktion Phantastik das Geld für eben diese Nennung abgebucht wurde.
    Dafür war der Stand von Mia Steingräber, die zusammen mit Judith und Christian Vogt die gemeinsam erschaffenen Welten Eis & Dampf und Scherbenland präsentieren wollte, gleich ganz verschwunden, und wurde in bester Messe-Guerilla-Manier selbst requiriert.

  • Die Messe Köln hat sich mal wieder beim Parken nicht mit Ruhm bekleckertn so dass man den richtigen Abstellplatz nur finden konnte, wenn man genau einem kleinen Schild folgte.
    Ansonsten wurde man von einem Parkplatz weggeschickt, der nur für LKWs gedacht war, oder man fuhr eine kilometerlange Straße entlang, auf der Suche nach einer Möglichkeit zu wenden.
    Die vielen Baustellen und die immer weitergehenden Standzeit-Beschränkungen auf verschiedenen Ausweich-Parkplätzen in der Umgebung haben die Situatiuon auch nicht gerade entschärft.
    Da sollte noch etwas mehr gehen...
  • Die RPC fand in zwei übereinander liegenden Hallen statt, wobei gefühlte 90% der Besucher in der oberen Halle blieben. Die wild durcheinander gemischten Stände bewegten sich dabei zwischen Verkauf, Verlag und Verkleidung hin und her, ohne sichtbare Ordnung.
    Die Suche nach einem bestimmten Stand wurde dadurch schnell zu einem konfusen Herumirren, denn die im im Programmheft abgedruckten Hallenpläne waren leider völlig unbrauchbar. Aufgeteilt in vier Teile, ohne jede Richtungsangabe und ohne Orientierungspunkte außer den Ständen selbst, waren sie dann auch noch so klein und kontrastarm gedruckt, dass es schier unmöglich war, sie zu entziffern.
  • Cosplay spielt eine immer zentralere Rolle auf der RPC ein.
    Das mag man mögen oder nicht, es ist aber eine Tatsache.
    Neben Dutzenden von Deadpools und Harley Quinns in allen Gewichtsklassen gab es auch einige wirklich herausragende Kostüme, bei denen man sich gar nicht vorstellen mochte, wie viel Zeit, Mühe und Aufwand in diese "Gewandungen" gesteckt wurde. Einige waren geradezu unglaublich in der Detailtreue und Aufwändigkeit und fanden gerechterweise viel Aufmerksamkeit.
  • Der Außenbereich war mal wieder vor allem ein Ort, an dem man sich lecker, wenn auch nicht immer preiswert verköstigen könnte.
    Die beiden Musik-Bühnen boten ein interessantes und vielseitiges Programm vom Gitarren-Folk bis zum Mittelalter-Rock, wenn man auch langsam das Gefühl bekommt, dass einige der Künstler einfach nur in einem Lagerraum der Messe geparkt werden, damit sie im nächsten Jahr wieder auf der Bühne stehen können.
  • Auch auf dieser RPC waren wieder organisierte Diebesbanden unterwegs, die teilweise mit mehreren Komplizen geschickt die Standbesetzung ablenkten und letztendlich Schäden im fünfstelligen Bereich bei verschiedenen Ausstellern anrichteten.
    Besonders ein dreister Raubzug, bei dem aus einem hinteren Lagerraum Geld gestohlen wurde, das bereits aus der eigentlichen Kasse gesichert worden war, konnte von den Betroffenen nur noch im Nachhinein mit verblüfftem Kopfschütteln quittiert werden.
  • In der Woche nach der Veranstaltung waren die deutschen Rollenspiel-Büros stellenweise wie ausgestorben, denn gefühlt die Hälfte der Szene hatte sich einen Virus zugezogen und lag mit Fieber oder Durchfall oder gleich beidem darnieder.
    Eins sage ich dir, unbekannter Schuldiger, wenn ich dich erwische... inzwischen kann ich auch wieder etwas mit dir anstellen.

Beute!

Ich kann zwar nicht alles aufführen, was sich an Neuheiten auf der RPC getummelt hat (da mich einige Sachen auch nicht sonderlich interessiert haben), aber dies zumindest waren die Objekte der Begierde, die sich in meine Einkaufstaschen verirrt haben:
  • Bei System Matters konnte man neben der Neuauflage von Beyond the wall auch das neue Erzählspiel Geh nicht in den Winterwald finden, das nach einer Vorbesteller-Aktion gerade erschienen war.
  • Flying Games brachte mit 42! – Ideen zum Rollenspiel mit Karten, eine Mischung aus Rollenspiel, Quellenbuch, Ideensammlung und Kreativressource, über das ihr demnächst noch mehr an dieser Stelle lesen werdet.
  • Von Pegasus wanderte das Regelbuch von 7te See und das neue Bestimmungsbuch der unaussprechlichen Kreaturen für Cthulhu in meinen Einkaufsbeutel.
  • Wenn die DORP etwas Neues herausbringt, bin ich grundsätzlich erstmal interessiert, und auch diesmal konnte ich dem Schrecken aus der Tiefe, einem absurden Mini-Rollenspiel über Meereskreaturen, die an Land schleichen, um sich gegen die Verschmutzung der Meere zu wehren, nicht widerstehen.
  • Die bereits erwähnten Judith und Christian Vogt konnten mich vom Scherbenland überzeugen, einem slawisch geprägten Fantasy-Setting in der napoleonischen Epoche.
  • Nicht mehr ganz neu (Dezember 2016), aber auf jeden Fall interessant genug für einen Kauf, war das Rollenspiel No Return, eine Mischung aus Endzeit, Dystopie und Science-Fiction, die mit einigen innovativen Ideen aufwarten kann.

Fazit

Die Role Play Convention ist ein Ort, an dem man sich locker zwei Tage aufhalten kann, wenn man sich auf das einlässt, was sie zu bieten hat.
Sie ist kein Messe-Event wie die Internationalen Spieltage, bei dem man einfach von Halle zu Halle wandert und am Ende immer noch das Gefühl hat, dass man nicht alles gesehen hat. Hier hat man nach einem halben Tag tatsächlich alles gesehen, und wer eine solche Veranstaltung nur darauf reduziert, der muss hier keine weitere Zeit investieren.
Anders auf der SPIEL gibt es hier aber auch eine recht große Anzahl an Rollenspielrunden und Workshops, vor allem aber auch die Gelegenheit, mit den anwesenden Machern der Szene längere Gespräche zu führen, Zeichnern über die Schulter zu blicken, gänzlich andere Bereiche des Nerdtums kennenzulernen.
Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf die RPC, und ich werde auch nächstes Jahr bestimmt wieder vor Ort sein, um mich zwei Tage lang auch mal treiben zu lassen, dann aber auch mit vielen neuen Eindrücken und bestimmt auch Arbeitsaufträgen zurückzukommen.